Das Chronist-Wiki hat 1.236 Artikel. Nächster Meilenstein: 1.300 Artikel (noch 64 Artikel)

 

Karzahni (Land)

aus dem Chronist-Wiki, der deutschen BIONICLE-Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Generation 1
Es ist kein Ort, den man freiwillig besucht... und es ist kein Ort, den man je wieder verlässt.
BIONICLE: World
Generation 1
Karzahni
180
Ort
Welt:
Matoranisches Universum
Orttyp:
Land
Geographische Lage:
Südlich von Metru Nui
Bewohner:
Karzahni, Matoraner, Rahi (alle früher)
Herrscher/Anführer:
Karzahni (früher)
Erbauer:
Große Wesen
Status:
Verlassen/Zerstört

Karzahni war ein felsiges Ödland im Matoranischen Universum, das südlich von Metru Nui lag und bei den Matoranern als ein "Land der Toten" galt, aus dem es keine Wiederkehr gab. Es wurde nach seinem gleichnamigen Herrscher benannt.

Geschichte

Frühe Geschichte

Das Reich Karzahni wurde von den Großen Wesen als zweites Land im Universum (nach Artakha) geschaffen, und das aus einem simplen Grund. Matoranische Arbeiter waren schon immer unter den wichtigsten Bewohnern des Universums gewesen. Ohne sie konnte der Wille des Großen Geistes Mata Nui nicht ausgeführt werden. Wenn ein Matoraner also verletzt wurde oder aus anderen Gründen ein schlechter Arbeiter war, war es wichtig, jeden Schaden schnellstmöglich zu heilen. Der Matoraner konnte dann wieder zu seinem Arbeitsplatz zurückkehren und seinen oder ihren Teil der Arbeit ableisten.

Dieses Reich war als der Ort gedacht, wo Verletzungen geheilt werden konnten und eine schlechte Arbeitsmoral korrigiert werden konnte. Das Wesen namens Karzahni, nach dem dieses Land benannt worden war, wurde als Herrscher dieses Reichs eingesetzt. Er war für die düstere Erscheinung seines Landes selbst verantwortlich, da er es selbst gestaltete. Karzahnis Aufgabe war es, verletzte Matoraner, die von ihren Dorfältesten hierher geschickt worden waren, willkommen zu heißen und alles in seiner Macht Stehende zu tun, um sie wieder zu guten und gesunden Arbeitern zu machen. Leider wurde schnell offenbar, dass er nicht die leiseste Ahnung hatte, wie er das bewerkstelligen sollte.

Ein Hochofen in Karzahni

Gescheiterte Reparaturversuche

Die ersten Matoraner, die zu ihm geschickt worden waren, wurden als Resultat seiner Arbeit nicht stärker – sie wurden kleiner, schwächer und seltsam deformiert durch das, was er tat. Zum Ausgleich gab Karzahni ihnen Waffen und schickte sie per Schiff zum Südlichen Kontinent, da er sie so weit weg von sich haben wollte wie es nur ging, sodass ihr Anblick sie nicht an sein Scheitern erinnern würden. Diese Matoraner würden später auf Voya Nui landen. Einige dieser Matoraner kamen von Toa Lesovikks Heimatland, der nach Karzahni kam, um sie zurückzuholen, aber von den Manas-Krabben immer wieder zurückgeschlagen wurde. Bis er an den Wächterkrabben vorbeikam, waren die Matoraner bereits weg.

Mehr Matoraner kamen von anderen Ländern und mehr fehlgeschlagene Reparaturversuche resultierten. Karzahni beschloss letzten Endes, dass das Problem nicht seine Fertigkeiten waren – es waren die Matoraner selbst. Es war offensichtlich nicht ihre Bestimmung, repariert, sondern stattdessen bestraft zu werden. Karzahni gab sogar den Versuch auf, Matoraner besser zu machen, und begann, sie in seinem Reich einzusperren. Nachdem sie lange Zeit Matoraner zu Karzahni geschickt hatten, ohne dass sie je zurückkehrten, hörten die Turaga auf, ihre Leute dorthin zu schicken. Der Orden von Mata Nui errichtete einen steinernen Torbogen vor Karzahni, der kein Wesen mit Lichtkräften hindurchließ, damit keine Av-Matoraner je nach Karzahni gelangten, denn ihre Rolle im Universum war zu wichtig. Außerdem konnte kein Matoraner durch den Bogen nach draußen. Bevor der Bogen errichtet worden war, war aber bereits ein Av-Matoraner in Karzahnis Reich gelandet. Bei den Matoranern erwuchsen Legenden über Karzahni, in denen das Land ein Ort war, an den schlechte Arbeiter geschickt wurden, um niemals mehr zurückzukehren, und Matoraner benutzten die Geschichten, um einander zu erschrecken. "Geh zu Karzahni!" wurde zu einer geläufigen Phrase in ihren Auseinandersetzungen.

Jüngere Geschichte

Erst 1001 Jahre nach der Großen Katastrophe kamen wieder sechs Matoraner nach Karzahni. Es waren Jaller und sein Team, die von Metru Nui nach Voya Nui reisen wollten, um die Toa Nuva zu retten. Karzahni nahm sie gefangen, aber dank des gefangenen Av-Matoraners fanden sie Toa-Kanister, mit denen sie aus dem Reich entkamen. Die anderen Matoraner – darunter auch der Av-Matoraner – blieben aber zurück. Vor der Flucht der sechs Matoraner hatte Karzahni aber von Hahli Geschichten über Mata Nui und dessen Schlaf, die Toa und den mächtigen Makuta Teridax gehört. Dies weckte Machtgelüste in Karzahni, der nun das Universum unter seine Herrschaft zwingen wollte.

Die Landschaft von Karzahni

Anstatt die Matoraner zu ignorieren, die durch sein Land wanderten, begann er, sie aktiv zu sammeln und zu trainieren. Er schien eine Armee erschaffen zu wollen, die aber für sich allein keine Bedrohung darstellte. Karzahni verwarf diese Idee daher wieder und scharte stattdessen die Manas um sich, mit denen er dann nach Voya Nui aufbrach, um die flüchtigen Matoraner zu verfolgen. Wenig später kamen die sechs Toa Nuva nach Karzahni, um den Makuta Icarax, den Makuta von Karzahni, zu verfolgen, der den Stab von Artakha geraubt hatte. Bevor sie auf Icarax trafen, schickten sie die Matoraner des Landes nach Norden, Richtung Metru Nui, damit sie dort Zuflucht suchten.

Später, als Gali Nuva im Kampf noch als einzige stand, benutzte sie eine Nova-Explosion, um den Makuta zu vertreiben. Eine Sintflut überschwemmte Karzahni und riss alle Gebäude ein. Tahu Nuva fand inmitten des Wassers noch Jallers ehemalige Maske, die Edle Hau von Turaga Lhikan. Karzahni selbst wurde in der neuen Grube von Makuta Teridax und Lesovikk besiegt. Seine Manas-Armee wurde von dem Makuta zerstört. Seither lag Karzahni in Ruinen und war von allen Bewohnern verlassen. Während des Kriegs zwischen der Bruderschaft und dem Orden von Mata Nui vereinbarten Der Umschattete und Pridak ein Treffen in Karzahni, um ein Bündnis zwischen den Dunklen Jägern und den Barraki auszuhandeln.

Nach Teridax' Machtübernahme hielt sich eine Gruppe aus Flüchtlingen, bestehend aus Johmak, Tahu Nuva, Kopeke, "Hüter", Lariska und der Krahka in Karzahni auf, als Hüter plötzlich vom Erdboden verschluckt wurde. Der Rest wurde von Exo-Toa angegriffen, doch Onua Nuva traf rechtzeitig ein, um sie zu retten. Die Gruppe verließ Karzahni daraufhin. Bald darauf fand das Matoranische Universum in der Schlacht von Bara Magna sein Ende, als ein Mondfragment den Kopf des Großer-Geist-Roboters durchschlug. Das Land Karzahni verendete mit dem Rest des Universums.

Alternatives Karzahni

Toa-Imperium

In der alternativen Dimension des Toa-Imperiums flog der Takanuva aus dem Hauptuniversum einem Treffen mit Jaller, Bomonga und Kualus entgegen, die gerade die Vahi von Artakha nach Metru Nui transportierten. Takanuva hatte vor, ihnen die Maske abzunehmen. Die Toa erkannten Takanuva jedoch als Hochstapler, aber bevor sie etwas tun konnten, gerieten sie in einen Hinterhalt von Lesovikk. Der Toa der Luft reiste dann mit Takanuva und der Vahi nach Metru Nui.

Geographie

Karzahni aus der Luft

Dieses Land lag in einer selten bereisten Gegend südlich der Inselstadt Metru Nui. Anfangs war es sowohl über Land als auch übers Meer erreichbar, aber die Wasserwege waren schon seit langem ausgetrocknet. Die Region war fortan landumschlossen und der einzige verliebene Anreiseweg war extrem trügerisch, da er mehrere Fallen und Hindernisse aufwies. Die Überlandroute nach Karzahni führte durch ein Ödland, das im Laufe der Jahrhunderte das Leben von mehr als einem Toa gefordert hatte. Ein Licht verschlingender Tunnel führt zu einem Torbogen, den niemand mit der Kraft des Lichts passieren konnte – der Bogen war eine Sicherheitsmaßnahme des Ordens von Mata Nui, der Av-Matoraner von hier fernhalten sollte. Matoraner konnten das Land auch nicht mehr durch den Bogen verlassen.

Die Bergstraße, die vom Steinbogen zu Karzahni selbst führte, wurde einst von monströsen Manas-Krabben bewacht und von den tragischen Matoranern dieses Lands heimgesucht. Karzahnis natürliche Beschaffenheit war ebenfalls alles andere als einladend. Feuer bot keine Wärme, während man sich verbrannte, wenn man Eis anfasste. Staubfälle ergossen sich über die Berge, während Becken voller Wasser reglos dalagen. Donner machte keinen Lärm, aber eine sanfte Brise konnte ohrenbetäubend sein. Karzahni ruhte inmitten einer wannenförmigen Schlucht. Die Pfade dorthin waren scheinbar von Statuen von Matoranern flankiert, die in Wirklichkeit aber Matoraner waren, die für das Verbrechen der Untätigkeit zu Stein verwandelt worden waren. So wie sie zu Stein geworden waren, war der Fels des Pfads zu einer Art Leben erweckt worden. Die Steine kreischten unter den Füßen, wenn man auf sie trat.

In der Mitte des Reiches ruhte die Festung von Karzahni, dem Herrscher des Reichs. Während sie einst ein atemberaubendes Bauwerk gewesen war, war sie mit der Zeit zu einer ausgebrannten Ruine verkommen. Die Feuer in ihr waren zwar aus der Ferne sichtbar, wirkten aber alles andere als einladend. Die einzigen anderen nennenswerten Gebäude waren die riesigen Schmieden und Öfen, die benutzt wurden, um Werkzeuge und Waffen herzustellen und die mechanischen Teile von Matoranern zu "reparieren." Nicht vorhanden waren Unterkünfte für die Matoraner, die dort lebten. Sie blieben im Freien, den Elementen ausgesetzt, ohne einen anderen Ruheplatz als den harten, blanken Fels.

Die Bewohner

Matoraner

Die Matoraner von Karzahni waren alle beschädigt oder verletzt. Viele hatten den Verstand verloren oder hatten zu sehr Angst, um etwas anderes zu tun als Karzahni zu folgen. Die Arbeiter in den Schmieden konstruierten gelegentlich Waffen zur Verteidigung des Reiches, aber ihr Herrscher wies sie viel häufiger an, nutzlose Objekte zu erschaffen, die er dann zerstörte, damit die Matoraner sie erneut herstellen mussten. Karzahni war auch das Zuhause eines der Erbauer der Toa-Kanister. Lewa und Onua schafften es später, die Matoraner zu überzeugen, das Reich zu verlassen und nach Metru Nui zu reisen.

Rahi

Rahi in Karzahni waren entweder groß und gefährlich oder so klein waren, dass Raubtiere sie nicht bemerkten. Folgende Arten hat es dort nachweislich gegeben:

Andere

In Karzahni lebten vormals auch zwei intelligente Wesen außer den Matoranern:

Auftritte und Quellen

2004

2006

2007

2008

2009