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Karzahni (Wesen)

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Generation 1
Vor langer Zeit... vielleicht 100.000 Jahre, vielleicht mehr, ich kann langsam nicht mehr mitzählen... kamen massenhaft Matoraner hierher. Manche waren beschädigt, andere besaßen einfach einen Mangel an Hingabe zu ihrer Arbeit. Eine kleine Anzahl fand hier ein neues Leben... und der Rest fand nur das, was sie erwartet hatten, nämlich überhaupt nichts.
— Karzahni, Dark Destiny
Karzahni
Karzahni Atlas.jpg
vor der Mutation
Welt:
Matoranisches Universum
Ausrüstung:
Flammenketten, Panzerhandschuhe
Maske:
Große Olisi
Letzte Sichtung:
Eisenschlucht
Status:
Tot
Karzahni.jpg
Mutiert
Welt:
Matoranisches Universum (früher); Spherus Magna
Ausrüstung:
Flammenketten (früher); Polypenwerfer (früher); Krallen
Maske:
Große Olisi
Status:
Zurückverwandelt


Karzahni war der frühere Schreckensherrscher des gleichnamigen Landes, der nach einem Kampf mit Makuta Teridax den Verstand verloren hatte und in die Grube verbannt worden war.

Geschichte

Frühes Leben

Karzahni wurde von den Großen Wesen als eines der ersten Wesen nach den Matoranern geschaffen, zusammen mit seinem ihm verhassten "Bruder" Artakha, der Karzahni in einem Kampf um die Maske der Schöpfung besiegte. Beide bekamen ein Land zugewiesen, das sie beherrschen und nach Belieben gestalten konnten. Artakha machte seines zu einer Zuflucht für Matoraner, einem Land des Lichts; Karzahni machte sein Land zu einem des Schreckens und Grauens. Der Legende nach wurden schlechte Arbeiter zu Karzahni geschickt, wo sie bestraft werden sollten.

Dies entsprach jedoch nicht ganz der Realität. Die Matoraner kamen zu Karzahni, weil sie beschädigt waren und er sie reparieren sollte. Er scheiterte dabei jedoch katastrophal, da er keine Ahnung hatte, wie er das bewerkstelligen sollte, und die Matoraner waren danach schwächer und deformierter als zuvor. Daher gab er ihnen mächtige Waffen und schickte sie fort aus seinem Reich, auf den Südlichen Kontinent, wo sie ihn nicht mehr durch ihren Anblick an sein Scheitern erinnern konnten. Da die Heimatländer dieser Matoraner diese niemals wieder zu Gesicht bekamen, beschlossen deren Turaga, niemanden mehr zu Karzahni zu schicken. Karzahni wurde immer verbitterter darüber und gestaltete sein Land zu einem schrecklichen Ort um, der selbst alles überstieg, was die Makuta je geschaffen hatten.

Die in seiner Domäne verbliebenen Matoraner quälte Karzahni mit seiner Maskenkraft, bis ihr Wille gebrochen war und sie leere Hüllen waren, die alles taten, was er ihnen befahl. Außerdem setzte er Manas-Krabben als Wächter ein.

Besuch aus Metru Nui

Zahllose Jahrtausende später, 1001 Jahre nach der Großen Katastrophe, kamen sechs Matoraner aus Metru Nui, angeführt von dem Ta-Matoraner Jaller, nichtsahnend nach Karzahni, als sie auf dem Weg nach Voya Nui waren. Die Matoraner wurden von den Manas gefangen genommen und von Karzahni mit neuen Masken ausgestattet. Fünf von ihnen schickte er zur Arbeit in den gigantischen Hochofen seines Landes, die sechste, die Chronistin Hahli, behielt er bei sich, damit sie ihm von den Ereignissen in der Welt außerhalb seines Reiches erzählte, denn er wollte sein Königreich eines Tages über die Grenzen seiner Domäne hinaus erweitern.

Hahli erzählte ihm von Mata Nui, Makuta Teridax und den Toa – von letzteren ganz besonders, um Karzahni Angst einzujagen –, doch Karzahni hielt sie für eine Lügnerin, da er diese Dinge nicht kannte. Er hielt den Makuta für einen Witz und konnte sich Mata Nui nicht vorstellen, da er glaubte, dass nichts mächtiger sein konnte als er. Wutentbrannt machte er sich mit Hahli auf die Suche nach deren Gefährten. Sie waren nicht bei der Arbeit, sondern mit einem av-matoranischen Gefangenen Karzahnis in einer Kammer mit sechs Toa-Kanistern, mit denen sie fliehen wollten. Karzahni zeigte ihnen wutentbrannt eine Vision vom Tod Mata Nuis, doch diese beängstigte ihn mehr als die Matoraner: jetzt erkannte er selbst, dass es Mata Nui gab und dass mit ihm das ganze Universum untergehen würde, mitsamt Karzahni.

Bevor er sich wieder zusammenraffen konnte, flohen die sechs Besucher mit den Kanistern, der gefangene Av-Matoraner blieb aber zurück. Karzahni plante nun, Mata Nuis Platz an der Spitze des Universums einzunehmen. Danach versammelte er seine Gefangenen, um eine armselige Armee aufzustellen. Verstärkt durch die Manas hätte diese Armee dennoch eine formidable Streitmacht darstellen können. Karzahni zog dann aber nur von seinen Manas begleitet los, um die sechs flüchtigen Matoraner zu verfolgen.

Mutation

Karzahni verfolgte die sechs Matoraner nach Voya Nui, wo sie zu den Toa Inika wurden, und folgte ihnen auch weiterhin, bis er in der Grube ankam und sie aus den Augen verlor. Dort wurde er vom Meerwasser zu einem Wasseratmer mutiert. Er hatte einen kurzen Kampf mit Toa Lesovikk, dem er aber durch einen Angriff auf den Matoraner Sarda entkam. Später traf er dann auf Makuta Teridax, der in der Gestalt des Wachroboters Maxilos war. Als er den Begriff "Stab von Artakha" vernahm, griff Karzahni Maxilos aus Hass auf Artakha an und wurde von dem Makuta in den Wahnsinn getrieben und verjagt. Seine Manas wurden von Teridax vernichtet und die Toa Nuva Gali vernichtete in Karzahnis Abwesenheit dessen Reich, als sie dort gegen den Makuta Icarax kämpfte.

Vollkommen ein Sklave seines Wahnsinns, wurde Karzahni von den Matoranern Sarda und Idris in eine Falle gelockt und von Botar nach Daxia gebracht, wo der Orden von Mata Nui ihn wegsperrte. Als Vezon in einer Zelle in Daxia saß, sah er gegenüber seiner Zelle einen Wassertank, in dem Karzahni gefangen war. Laut Vezon, der selbst mental sehr instabil war, schien er "ziemlich wahnsinnig" zu sein. Kurz darauf wurde Karzahni von Botars Nachfolger zusammen mit der sardistischen Vortixx Roodaka in die Grube gebracht. Nach der Zerstörung des Matoranischen Universums entkam Karzahni aber nach Spherus Magna. Die Auswirkungen des Gruben-Mutagens auf seinen Körper wurden von Mata Nui mithilfe der Ignika rückgängig gemacht.

Spherus Magna

Auf Spherus Magna begab sich Lesovikk auf die Suche nach Karzahni und Pohatu und Kopaka folgten ihm wenig später. Die beiden Toa Nuva fanden auf dem Boden der Eisenschlucht den leblosen Körper von Karzahni und gingen aufgrund des Schwertes und des Stiches in Karzahnis Rücken davon aus, dass Lesovikk ihn getötet hatte. In Wahrheit war Karzahni das erste Opfer der Säuberungsaktion des Großen Wesens Velika. Die beiden Toa brachten Karzahnis Leiche zum Lager zurück, wo er von Tahu untersucht wurde.

Alternativer Karzahni

Toa-Imperium

In der Dimension, in der Tuyets Toa-Imperium herrschte, hatte sich Karzahni notgedrungen dem Imperium angeschlossen und betrieb mit Toa Gali eine Umerziehungsanstalt in Ga-Metru. Was in jener Realität nach dem Untergang des Imperiums aus ihm wurde, ist unbekannt.

Persönlichkeit

Karzahni war der Herrscher der gleichnamigen Domäne, die von den Matoraner genauso gefürchtet wurde wie ihr Herrscher. Der Name wurde sogar so verteufelt, dass die Matoraner sich gegenseitig damit erschreckten und immer übertriebenere Geschichten entstanden. Fakt war, dass er existierte und mit den Jahren immer mehr dem Wahnsinn verfallen war. Karzahni hatte sein eigenes Äußeres mit denselben Methoden deformiert, mit denen er einst versucht hatte, Matoraner zu reparieren.

Fähigkeiten und Ausrüstung

Karzahni trug eine brennende Kette und Panzerhandschuhe. Außerdem war er mit Stacheln besetzt. Seine Maske war die Kanohi Olisi, die Maske der Alternativen Zukünfte. Mit ihr folterte er gerne seine Matoraner, indem er ihnen Schreckensvisionen zeigte. Später, nachdem er in der neuen Grube zu einem Meereswesen mutiert worden war, war die Olisi mit seinem Gesicht verschmolzen. Er hatte sich damals außerdem einen der Polypenwerfer der Barraki angeeignet. Seine Flammenkette besaß er auch damals weiterhin. Beide Waffen verlor er aber, als der Orden von Mata Nui ihn gefangen nahm.

Reale Welt

8940 Karzahni
  • Das Set 8940 Karzahni enthielt die mutierte Form von Karzahni, sowie die Matoraner Sarda und Idris und die Falle, mit der diese ihn gefangen hatten. Es beinhaltete 373 Teile, hatte eine Altersfreigabe von 8+ und kostete 49,99 €. Es war ein "Special Edition Set", das nicht überall erhältlich war.

Trivia

  • Das Karzahni-Bild aus BIONICLE: World wurde basierend auf folgender Beschreibung aus Dark Destiny gezeichnet: Die Worte kamen von einer großen, gepanzerten Gestalt, die den Weg vor ihnen versperrte. Wie die Festung, aus der er hervorgekommen war, war er schäbig und verbeult und seine Maske sah aus, als wäre sie aus drei oder vier anderen zusammengeflickt worden. Seine ebenholzschwarze und goldene Rüstung war mit rasiermesserscharfen Klingen besetzt und seine Panzerhandschuhe knisterten vor Energie. In einer Hand hielt er eine brennendes Stück Kette. Seine Augen hatten ein tiefes, leeres Schwarz und wenn er sprach, dann war seine Stimme überraschend leise, als hätte er sie für eine sehr lange Zeit nicht benutzt. Die Farbdiskrepanz zwischen jener Beschreibung und dem Bild aus BIONICLE: World erklärt sich durch Karzahnis Fähigkeit, sich selbst umzubauen.

Auftritte und Quellen

2004

2005

2006

2007

2008

2010

Externe Links