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Kernkrieg

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Generation 1
Sechs Armeen, die alle um eine glitzernde, silberne Flüssigkeit kämpften, die alles, was sie berührte, entweder verwandelte oder zerstörte - manche betrachteten sie als Energiequelle, andere als Waffen. Schlachten wüteten über den ganzen Planeten, ein stetes Hin und Her, bis irgendwer irgendwo einen Weg fand, jene Kraft anzuzapfen. Und... nun, du kennst ja den Rest.... Am Ende zerbrach der Planet.
Gelu zu Gresh, Raid on Vulcanus
Kernkrieg
MNS 3.jpg
Ereignis
Klassifikation:
Krieg
Schauplatz:
Spherus Magna
Beteiligte/Betroffene:
Dschungelstamm, Eisstamm, Felsenstamm, Feuerstamm, Sandstamm, Wasserstamm, Elementarlords, Große Wesen
Geschehnisse:
Armeen kämpfen um die Kontrolle über die Energiegeladene Protodermis
Wichtigkeit:
Hoch
Davor:
Traumseuche
Danach:
Das Zerbrechen

Der Kernkrieg war ein Krieg auf Spherus Magna, bei dem es den rivalisierenden Stämmen um die Kontrolle über die Energiegeladene Protodermis ging, eine Flüssigkeit aus dem Planetenkern. Die Elementarlords, die die Stämme Spherus Magnas anführten, begannen die Kampfhandlungen und verpflichteten die Kriegerklassen ihres jeweiligen Stammes für ihre Armeen. Der Krieg führte schließlich zu der planetaren Katastrophe, die man das Zerbrechen nennt, bei dem Spherus Magna in drei Teile zerbrach.

Vorgeschichte

Entdeckung der Energiegeladenen Protodermis

Die Entdeckung der Energiegeladenen Protodermis

Im Kern des Planeten Spherus Magna befand sich schon seit Ewigkeiten eine große Menge Energiegeladener Protodermis. Als ein Teil der Substanz im Nördlichen Frost an die Oberfläche gelangte, entdeckten die Agori des Eisstamms sie und begannen, die Flüssigkeit zu untersuchen. Nachdem der Elementarlord des Eises von der Entdeckung unterrichtet wurde, schaffte er es, sich die Kontrolle über die Quelle militärisch zu sichern. Die anderen Elementarlords begehrten die mächtige Substanz und erklärten einander den Krieg um ihren Besitz, was dem langjährigen Frieden auf Spherus Magna ein Ende setzte. Das Interesse der Großen Wesen, eine Gruppe enigmatischer Erfinder und die ehemaligen Herrscher des Planeten, wurde durch die Substanz geweckt und sie schickten Kyry und Raanu, um eine Probe der Substanz zu bergen, die sie in ihren Experimenten verwenden konnten.

Kriegsvorbereitungen

Die Kriegerspezies des Planeten wurden in die Armeen der sechs Elementarlords eingezogen und in den Kampf geschickt. Die Elementarlords blieben in den Dörfern und lenkten von dort aus die Truppen. Die Agori wurden als Hilfspersonal eingesetzt und blieben in den Dörfern, um ihren Soldaten zu assistieren. Surel, ein Krieger des Eisstamms, bekam den Auftrag, Eisenwölfe für den Kampf auszubilden.

Ablauf

Die Kämpfe tobten auf dem ganzen Planeten und die Mehrheit der Bevölkerung war in sie verwickelt. Die Großen Wesen verachteten den Krieg und versuchten, die Gewalt mit Diplomatie zu ersticken, doch jeder ihrer Versuche scheiterte. Trotz der Menge an Kämpfen und Kämpfern, erreichte der Krieg nie die Schwarzen Stachelberge. Die Knochenjäger durchstreiften die Dünen der Wüste und scheuten jede militärische Auseinandersetzung. Der Eisenstamm nahm ebenfalls nicht am Krieg teil, da er zahlenmäßig durch die Traumseuche dezimiert worden war. Der Erdstamm nahm dagegen nicht am Kernkrieg teil, weil sie ihn aufgrund ihrer Naturverbundenheit ablehnten und außerdem korrekt vorhersagten, dass er kein gutes Ende haben würde.

Mehrere Soldaten wurden durch die Kraft des Elementarlord des Dschungels mit den Bäumen eines Waldes verschmolzen. Jene Region nannte man fortan den Klingenwald, nach den Waffen, die sich immer noch in den Händen der Soldaten befanden.

Vastus, ein Feldkommandant des Dschungelstamms, wurde während des Krieges ausgewählt, um eine verdeckte Sabotageoperation durchzuführen. Seine Bemühungen waren größtenteils erfolgreich, doch ein Unfall während einer Mission, bei der eine Lawine ausgelöst werden sollte, führte zum Tod einer großen Anzahl an den Kämpfen unbeteiligter Agori.

Gelu wurde schließlich desillusioniert bezüglich der Kämpfe und desertierte aus der Armee. Er konnte dem Krieg jedoch nicht entrinnen und landete wieder inmitten einer Schlacht. Sein bester Freund Surel wurde während des Kampfes schwer verwundet und man dachte, er wäre gestorben.

Der Dschungelstamm kämpfte einmal gegen einen Bataillon des Felsenstamms unter der Führung von Stronius. Eine weitere Schlacht wurde irgendwann während des Krieges bei Leins Furt ausgetragen.

Nachdem sie eine Probe der Energiegeladenen Protodermis erhalten hatten, bemerkten die Großen Wesen, dass die Flüssigkeit dem Planeten Schaden zufügte, Sie begannen mit der Konstruktion des Großer-Geist-Roboters, wodurch sie ein altes Projekt erneut in Angriff nahmen, und programmierten die künstliche Intelligenz Mata Nui für den Roboter. Eine Gruppe, der auch Heremus angehörte, erschuf außerdem die später "Baterra" getauften Mechanoiden, die von ihnen darauf programmiert wurden, jeden Waffenträger zu töten, dem sie begegneten, um so die Kämpfe zu stoppen. Nachdem sie freigelassen wurden, begannen die Baterra mit der Ermordung der Kriegsteilnehmer.

Schlacht auf dem Nebelfeld

Der Wasserstamm, angeführt von Tarix, und der Feuerstamm, angeführt von Ackar, trafen auf dem Nebelfeld aufeinander, einem Ort in der Dschungelregion Bota Magna.

Schlacht in der Eisenschlucht

Eine monatelange Schlacht ereignete sich in der Eisenschlucht, an der auch Ackar teilnahm. Aufgrund des gefährlichen Terrains waren die Armeen gezwungen, ein tödliches Verstecken-und-Suchen-Spiel miteinander zu führen. Die engen Durchgänge in der Schlucht zwangen die Soldaten der Armeen, einer hinter dem anderen zu gehen, was zu massiven Verlusten führte, wenn eine Kampfgruppe in einen Hinterhalt geriet.

Feldzug zu den Tunneln des Eisenstamms

Certavus Truppen besiegten eine Armee aus Kriegern des Sandstamms und wurden auf der Heimreise von Skrall angegriffen. Außerdem gab es durch eine Niederlage des Eisstamms ein Machtvakuum. Der Elementarlord des Wassers beauftragte Tarix, eine Armee gen Norden zu führen, um die Macht an sich zu reißen, wo sie in Kampfhandlungen mit dem Dschungelstamm verwickelt wurden und schließlich einen Waffenstillstand vorschlugen. Tarix und Vastus beschlossen, sich zu den angeblichen geheimen, unterirdischen Tunneln des Eisstamms zu begeben, in der Absicht, diese zu ihrem Vorteil zu nutzen. Die vereinten Streitkräfte reisten durch den Großen Dschungel, wurden aber von Malum entdeckt, der einen Teil des Waldes niederbrannte. Sie erreichten den Ort, an dem sich der geheime Tunnel angeblich befand, und versteckten sich, als Malums Truppen wiederkehrten. Vastus aber packte eine von Tarix' Wasserklingen und feuerte einen elementaren Wasserstrahl auf Malum ab, als Teil seiner geplanten Flucht. Der Dschungelstamm machte sich davon, während die Stämme des Wassers und des Feuers gegeneinander kämpften, aber das plötzliche Eintreffen von Certavus Truppen veranlasste Malum, den Rückzug anzuordnen, obwohl Certavus' Krieger bald darauf ebenfalls abzogen.

Letzte Schlacht um die Energiegeladene Protodermis

Stronius, der eine Legion des Felsenstamms kommandierte, kämpfte gegen die Streitkräfte des Eisstamms, wodurch er erfolgreich deren Griff um die Gegend mit der Quelle der Energiegeladenen Protodermis schwächte. Der Feuerstamm nutzte die Schwäche aus und startete einen Feldzug in den Nördlichen Frost, um die Quelle für sich zu beanspruchen. Nachdem dieses Unterfangen von Erfolg gekrönt wurde, begannen sie damit, die Substanz abzupumpen und zu sammeln - Bemühungen, die die Stabilität des Planeten noch weiter schwächten. Als Resultat der Taten des Feuerstamms zerbrach der Planet in mehrere Teile. Der Mata-Nui-Roboter wurde inmitten des Chaos gestartet und auf eine Mission geschickt, die ihn 100.000 Jahre später zurück nach Spherus Magna führen würde, um den Planeten wiederherzustellen.

Nachwirkungen

Im Zuge der Katastrophe kamen die auf Bara Magna gestrandeten Stämme bald zu dem Schluss, dass ein Krieg in ihrer verwüsteten Gesellschaft nicht möglich war, wenn man überleben wollte. Die Arenakämpfe und das Glatorianersystem wurden von Kernkriegsveteranen eingeführt, um Dispute zwischen den Stämmen auf zivilisierte Weise beizulegen. Jedoch wurden nicht alle Mitglieder der Glatorianer-Spezies auch als solche angestellt, weshalb viele zu wandernden Banditen im Ödland wurden. Die Agori-Gesellschaft verlor außerdem die Fähigkeit, neue Dinge zu erfinden, weshalb sie stattdessen Überreste der Technologie der Großen Wesen suchten, die ihre Bedürfnisse erfüllten.

Auftritte und Quellen

2008

2009

2010